Heilfasten
Das Fasten gehört zu den ältesten Heilvefahren und hat sowohl gesundheitliche als auch religiöse Aspekte. Es wurde jahrhunderte lang von den Kirchen, besonders in Klöstern, gepflegt. Aber schon Hippokrates, Galenus und Paracelsus wussten von der gesundheitsfördernden Wirkung des Fastens.
Das freiwillige und zeitlich begrenzte (5 Tage – max. 5 Wochen) Fasten dient der Entschlackung und Entlastung des oft überlasteten Organismus. In der Zeit des Verzichtes kann sich der Körper von übermäßigen Reserven und krankmachenden Stoffwechselendprodukten befreien und sich erholen.Während des Fastens normalisiert sich die Produktion von Verdauungssäften, der Darm wird durch die zusätzliche Einnahme von Bittersalzen gereinigt und kann nach dem Fasten Nährstoffe wieder besser aufnehmen. Außerdem wird die Ausscheidung von Salz und Harnsäure gefördert. Nach einigen Tagen beginnen auch Haut und Lungen mit der Ausscheidung, deshalb kann es sein, dass man einen mitunter recht strengen Körpergeruch entwickelt.
Der Gewichtsverlust ist nur ein positiver Nebeneffekt und sollte nicht die Hauptindikation einer Fastenkur sein. Wobei bei einer konsequenten Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten nach dem Fasten durchaus ein dauerhafter Gewichtsverlust erzielt werden kann.
Bei folgenden Indikationen ist das Fasten zu empfehlen:
- rheumatische Erkrankungen
- Gelenkerkrankungen
- Hautleiden wie Psoriasis, Neurodermitis und Ekzemen
- Adipositas ( als Anstoß einer Ernährungsumstellung)
- Darmerkrankungen
- Herz-Kreislauferkrankungen
- Allergische Erkrankungen
Schwangere, stillende Mütter, Menschen mit schweren Infektionen und ausgeprägten Schwächezuständen sollten von einer Fastenkur abstand nehmen.


