Eigenbluttherapie
Die Eigenbluttherapie gehört zu den unspezifischen Reiztherapien. Es wird dabei eine kleine Menge Venenblut entnommen und entweder direkt, oder erst nach Aufbereitung in die Muskulatur reinjeziert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten bei der Eigenblutbehandlung.
Zum einen kann es unbehandelt intramuskulär gespritzt werden, zum anderen kann es vor der Injektion mit UV-Licht bestrahlt und so aktiviert werden um die Reizwirkung zu erhöhen. Es kann durch Zugabe von sterilem, destilliertem Wasser hämolysiert werden, außerdem kann man es von autorisierten Labors potenzieren lassen. Diese so entstandene Eigenblutnosode ist besonders für Kinder und empfindliche Patienten geeignet, weil es auch oral verabreicht werden kann.
Das Blut kann auch vor der Injektion mit homöopathischen Mitteln angereichert werden, die je nach Krankheitsbild für jeden Patienten individuell ausgewählt werden und somit die Wirkung der Therapie gesteigert werden kann.
Durch die intramuskuläre Injektion entwickelt sich eine lokale Entzündung, die als milde Infektion den ganzen Körper beeinflusst. Es kann zu einer erhöhten Körpertemperatur und einer Stoffwechselsteigerung kommen. Desweiteren werden Immunreaktionen ausgelöst, da der Körper das eigene Blut als pathogenen Reiz wahrnimmt. So werden die körpereigenen Abwehrkräfte gesteigert und Selbstheilungskräfte aktiviert.
Bei der Eigenbluttherapie werden in der Regel 8-10 Behandlungen durchgeführt und die Dosierung je nach Zustand, akut oder chronisch, angepasst.
Die Eigenbluttherapie ist besonders bei chronischen Entzündungen, allergischen Erkrankungen, Hautkrankheiten, Durchblutungsstörungen, Abwehrschwäche und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises indiziert.
Bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen, akute Blutungen und bei der Einnahme bestimmter Medikamente sollte die Eigenbluttherapie nicht durchgeführt werden.


