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    Akupunktur

    Die Akupunktur ist eine jahrtausende alte Heilmethode, wo durch das Punktieren besonderer Punkte die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden.

    Die Akupunktur ist nur ein Bestandteil der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), sie wird oft noch mit anderen Behandlungsmethoden, wie Moxibustion, chinesische Kräuterheilkunde, chinesische Massage, Qi-Gong und Tai-Chi ( beides sind Bewegungstherapien) kombiniert.

    Die TCM kennt 12 Hauptmeridiane und 8 Sondermeridiane auf denen die Akupunkturpunkte liegen. Die Hauptmeridiane sind organzugeörig und als Yin und Yang Meridiane gekoppelt und bilden somit Funktionskreise.

    Yin-Meridiane – Yang-Meridiane
    Herz-Meridian – Dünndarm-Meridian
    Nieren-Meridian – Blasen-Meridian
    Leber-Meridian – Gallen-Meridian
    Lungen-Meridian – Dickdarm-Meridian
    Milz/Pankreas-Meridian – Magen-Meridian
    Kreislauf/Sexus-Meridian – DreifacherErwärmer-Meridian

    Die Sondermeridiane bilden keinen geschlossenen Kreislauf.

    Die „Breit Troßstraße“ knüpft in oberen Bereich an alle Yang-Meridiane und im unteren Bereich an alle Yin-Meridiane an.
    Das Haltenetz des Yin steht besonders zu allen Yin-Meridianen in Verbindung.

    Die Leitbahn der Steuerung bildet die Verbindung zwischen allen Yang-Meridianen, dem Genital und dem Kopf.

    Die emporziehende Yangleitbahn ist ein zusätzlicher Meridian zur Verteilung und Koordination des Yang.

    Die Gürtelleitbahn verläuft, wie ihr Name indiziert, gürtelförmig um die Taille und dient den Energieausgleich.

    Das Haltenetz des Yang steht mit allen Yang-Meridianen in Verbindung.

    Die aufnehmende Leitbahn steht mit allen Yin-Meridianen, dem Haltenetz des Yin und der breiten Troßstraße in Verbindung und wirkt ausgleichend.

    Die emporsteigende Yinleitbahn ist Verantwortlich für die Verteilung und Zurverfügungstellung freier Struktivpotentials.

    Es gibt insgesamt 361 Akupunkturpunkte. Sie sind durch genaue anatomische und topografische Beschreibungen leicht zu finden.

    Bei einer Behandlung werden sehr dünne Nadeln in die zuvor ausgewählten Punkte, bis zu 15, gestochen und dort für 20-30 min beim Erwachsenen und 5-15 min bei Kindern belassen. Wenn der Punkt exakt getroffen wird kommt es zu einer Reaktion die von jedem Patienten unterschiedlich empfunden wird z.B. einem Schwere- bzw. Wärmegefühl oder einem elektrisierendem kribbeln.

    Durch Akupunktur wird das zentrale und periphere Nervensystem beeinflusst, sie wirkt auch auf das Hormonellesysthem, die Blutzirkulation und das Immunsysthem. Beim Nadeln werden nachgewiesenermaßen Substanzen freigesetzt die die Schmerzübertragung verhindern. Außerdem wird die Produktion von Serotonin und Glukokortikoiden beeinflusst.

    In Studien wurde nachgewiesen, dass durch Akupunktur die Durchblutung verbessert und der Muskeltonus herabgesetzt wurde. Somit sprechen besonders neurologische und orthopädische Erkrankungen wie z.B. Ischialgien, Neuralgien, Migräne und Kopfschmerzen auf Akupunktur an. Aber auch Erkrankungen der Verdauungsorgane, der Atemwege, der Augen und auch Allergische Erkrankungen können mittels Akupunktur positiv beeinflusst werden.

    Eine Sonderform ist die Ohrakupunktur, sie gab es schon vor ca. 2000 Jahren in China. Bei ihr wird davon ausgegangen das es einen reflektorischen Zusammenhang zwischen Ohrmuschel und einzelnen Körperregionen gibt. Die Ohrakupunktur wird besonders in der Suchtbehandlung, wie z.B. der Raucherentwöhnung angewandt.


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